Pfarrheim

Mit einem von Abt Wolfgang Maria Hagl aus Metten gemeinsam mit Pfarrer Thomas Kratzer, Bischöflich-Geistlicher Rat Rudolf Salzer, Monsignore Josef Eberth, Kaplan Michael Hoch und Diakon Alois Gallersdörfer zelebriertem und vom Kirchenchor und Jugendchor musikalisch gestaltetem Festgottesdienst begannen die Feierlichkeiten zur Einweihung des neuen Pfarrheimes am Sonntag, den 10. Oktober 2004 in Reicheneibach.

In seiner Predigt dankte der Abt dem Gangkofener Pfarrer Thomas Kratzer, der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat sowie allen Helfern und Helferinnen und den Spendern, die diese Sanierung ermöglichten. „Menschen dieser Gemeinde sollen hier einander begegnen, sich austauschen, ihre Fähigkeiten und Begabungen in der Gemeinde einsetzen. Die Kommunikation und das Sprechen miteinander wird im Mittelpunkt dieses Hauses stehen“, so der Abt.

In einem Festzug, angeführt von zahlreichen Ministranten und fünf Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine zogen die Gläubigen nach dem Gottesdienst zum neuen Pfarrheim. Hier begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alois Bartlreier neben der Geistlichkeit den Kirchenpfleger Georg Heimel, die Kirchenverwaltung und den Pfarrgemeinderat, Architekten Georg Horn, 2. Bürgermeister Matthäus Mandl, die Markträte Paula Lachner und Thomas Kerscher, die Fahnenabordnungen und die Vereine der Pfarrei sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden der Nachbarpfarrgemeinden Johann Ebnet und Franz Greinsberger. Kirchenpfleger Georg Heimel informierte in seinen Worten, dass das seit 2001 verwaiste Pfarrhaus von Grund auf saniert und zum Pfarrheim umgebaut wurde.

Es kann nun nach etwa dreijähriger Planungs- und Bauzeit seiner Bestimmung übergeben werden. 22 Firmen waren an den Bauarbeiten beteiligt. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Architekten und den Firmen. Heimel dankte allen Spendern und Helfern sowie der Diözese Regensburg, die 45 Prozent der Baukosten übernommen hat. Architekt Georg Horn zeigte sich erfreut darüber, dass die Planung und der Bau ruhig und sicher verlaufen ist. Horn erläuterte, dass es erste Überlegungen für ein Pfarrheim bereits im Oktober 1999 unter dem Vorsitz von Bischöflich-Geistlichem Rat Rudolf Salzer gab. Damals beabsichtigte man den Kauf des gegenüberliegenden Grundstückes von der Gemeinde und dachte den Neubau eines Pfarrheimes an. Später wurde dann auf Anraten der Diözese der Umbau des Pfarrhauses zu einem Pfarrheim beschlossen.

Beim Bau wurde möglichst wenig in die vorhandene Bausubstanz eingegriffen, das bestehende Mauerwerk wurde weitgehend erhalten. Es mussten lediglich zwei Wände zur Realisierung des Saales im Obergeschoss entfernt werden. Die Innentüren wurden für den neuen Zweck restauriert, der Boden wurde teilweise ausgebaut, neu gehobelt und wieder eingebaut. Mit einem unterteilbaren Saal, zwei Gruppenräumen, zwei Küchen und einem zusätzlichen Lagerraum bietet das Pfarrheim weit mehr Raumangebot als von der Diözese vorgeschrieben. „Bei Baukosten von 460.000 Euro und einem Eigenanteil von 55 Prozent hat die Pfarrei hier für die Zukunft gut vorgesorgt und investiert“, so der Architekt.

Als Geschenk übergab er an Pfarrer Thomas Kratzer ein Kreuz, das von Abt Wolfgang geweiht wurde. Zweiter Bürgermeister Matthäus Mandl sah in seinen Worten das neue Pfarrheim als Mittelpunkt des Ortes. Er lobte die Aufgeschlossenheit der Reicheneibacher für solche Neuerungen: „Denkt man zurück an die Dorferneuerung, dann war bereits vor vielen Jahren die positive Einstellung vorhanden, die Ortschaft zu verändern und zu erneuern. Das hat sich dann in der Friedhofserweiterung und der Erneuerung der Friedhofsmauer fortgeführt. Als Krönung wurde nun dieses historische Gebäude renoviert“, so Mandl.

Er gratulierte für die Marktgemeinde Gangkofen mit einem Bild „Hausschutz“ zum gelungenen Bau. Jugendchorleiterin Renate Heindl übergab mit den Worten „Mit Musik geht alles besser“ aus den Spenden bei den Konzerten des Jugendchores eine Stereoanlage für das neue Pfarrheim. Im Anschluss erhielt das neue Pfarrheim von Abt Wolfgang Maria Hagl den kirchlichen Segen. Der Geistliche ging durch das Haus und segnete jeden einzelnen Raum. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthaus Gruber war für alle „Tag der offenen Tür“, so dass jeder das gelungene Bauwerk bewundern konnte. Bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen klang der Nachmittag gemütlich aus.

Bildergalerie 1 – Rudi Bichlmeier

Bildergalerie 2 – Andreas Gruber: